Chrigel Widmer – VILLIGER ESCRITOR DEL SABOR 2016

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Ich wurde eingeladen an den Big Smoke 2016 im Albisgüetli in Zürich. Grossartiges Wetter, gepaart mit guter Stimmung, wundervollen Premium-Zigarren und vielen interessanten Menschen.
Villiger Söhne AG hat es tatsächlich geschafft, mir mit ein paar Stunden Genuss, Freude und Zufriedenheit, das Gefühl von nachhaltigen Ferien zu vermitteln.

Big Smoke 2016

Es ist soweit, ich darf mich erstmals als offizieller VILLIGER ESRCRITOR DEL SABOR 2016 zu Wort melden. Auf Einladung von Villiger – The World of Cigars, machte ich mich am Samstag auf den Weg nach Zürich. An dieser Stelle bedanke ich mich bereits herzlich und wer den Bericht zu Ende liest wird verstehen, dass es ein sehr grosses Dankeschön ist. Die Vorfreude auf den Event und das hochsommerliche Wetter liessen gleich ein Gefühl von Urlaub aufkommen. Und wenn ein Baselbieter nach Zürich darf, ist dies ja nicht zuletzt fast eine Reise ins Ausland (man möge mir diese Anmerkung nicht böse nehmen). Je näher uns das Tram dem Albisgüetli brachte, sahen wir überall zufriedene und freudige Gesichter, welche augenscheinlich Genuss als Passion hatten.

Zu meiner Entschuldigung muss ich vorneweg anmerken, selbstverständlich war es meine redliche Absicht, gleich als erstes bei VILLIGER vorstellig zu werden. Doch die Versuchung auf dem Weg dorthin ist zu gross. Bereits am Eingang wird uns von zwei Dictador-Hostessen ein vorzüglicher Rum zur Degustation offeriert. Ob der enganliegende Dress dieser beiden Damen bei solchen hitzigen Temperaturen nicht bereits als Folter zu taxieren ist, entzieht sich dagegen meiner Kenntnis. Nun stehen wir hier und haben bereits eine nächste Versuchung in der Nase. Was wir bereits ansatzweise riechen, sind die Zigarren von Rocky Patel und da ja kaum einer mit leeren Händen durch das Gelände flaniert, wollen wir möglichst auch nicht auffallen. Also entscheide ich mich zum Einstieg, für eine leichtere Robusto von RP. Als ich mich da nun so mit dem ersten Drittel meiner Zigarre auseinandersetze, will doch tatsächlich einer von mir wissen, ob mir die Zigarre mundet. Ach hätte ich doch noch vorher mein Englisch etwas aufgefrischt, denn da steht tatsächlich Mr. Rocky Patel persönlich. Wir setzten uns gemütlich in die kleine Lounge im Stand und plaudern über seine Laufbahn, seine Produkte und Visionen. Wie die Zeit bei interessanten Gesprächen vergeht. Die erste Zigarre ist flugs schon zu Ende geraucht.

Nun wollen wir uns nicht weiteren Versuchungen hingeben und gehen direkt zum markant, stilvoll herausragenden Stand von Villiger. Wir werden von jungen, fröhlichen Gesichtern empfangen und versuchen uns sogleich an der Slot-Maschine. Es reicht immerhin für einen genussvollen Sweets-Trostpreis und wir füllen beifolgend den Wettbewerbs-Talon aus. Denn als Hauptpreis winken doch tatsächlich Tickets für VILLIGER CELEBRATION goes WOLRD OF BRAZIL, vom 19.11.2016. Sehr kompetent und aufschlussreich werden uns nun die Produkte vorgestellt, welche in einem grandios attraktiven Humidor lagern. Auf den ersten Blick habe ich tatsächlich den Eindruck, der Rauch dieser Zigarre, welche oben im Humidor in einem schönen Ascher liegt, schlängle sich dem Glas entlang. Ich entscheide mich für eine Villiger 1492 Short Perfecto, da mich das Format auf den ersten Blick fasziniert. Aber auch, weil mir bereits mein Kollege und guter Freund Rafi darüber freudig berichtet hatte, nachdem er diese in einem Tasting beachtenswert gut bewerten konnte (Rafi begleitete mich zum Big Smoke). Ein anschauliches Format, welches bereits für das Auge ein Genuss darstellt. Professionell wird mir die Zigarre geöffnet und angezündet und wiederum darf ich geniessen. Entgegen meiner Vermutung, dass es sich auf Grund des Formats um eine etwas schärfere Zigarre handeln wird, erhalte ich eine leichte aber aromatisch sehr ansprechende Zigarre. Ab dem zweiten Drittel wird sie gar immer besser und bleibt bis zum allerletzten Zipfel ein hochragendes Vergnügen. Die Villiger 1492 Short Perfecto bekommt bestimmt einen Platz in meinem kleinen Humidor, denn sie bietet Abwechslung im Format wie auch beim Aroma. Nun sitzt da aber auch noch Maria aus Kuba, welche live mit dem Publikum frische Zigarren rollt und einem das kunstvolle Handwerk näher bringt. Gerne möchte man sich gleich dazusetzen und die eigene Fingerfertigkeit an den Tabakblättern unter Beweis stellen, aber die Warteschlange ist gross! Vielleicht kann ich mich ja beim nächsten Event zu Maria setzen, warten wir’s ab.

Stattdessen begutachten wir also das coole Gefährt, lackiert im Villiger-Design und ich schaue mich vergeblich nach zwei bärtigen Gitarristen um (für jüngere Leser, Google nach ZZ-Top).
Sollte der VILLIGER ESCRITOR EL SABOR nicht ein repräsentatives Firmenfahrzeug haben…?

Durchs Band hinweg ist die Stimmung friedlich, behaglich und sehr ausgeglichen. Speisen bester Qualität werden in grossen Mengen, auf den schönen Buffets hergerichtet. Desserts in einer Auswahl, es scheint unmöglich alles zu versuchen, denn da sind ja noch die Zigarren. Also hören wir uns zum Nachtisch die bezaubernde Geschichte des noch jungen, 24-jährigen Sébastien Decoppet, Markeneigner von Cavalier of Geneva an. In Begleitung seiner feinen, edlen Zigarren, berichtet er uns über seine abenteuerliche Reise, seine Ideen und die Entstehung der Marke. Mein Eindruck bestätigt sich immer mehr, all die Gespräche welche ich heute führen konnte zeigen immer wieder, wer in dieser Genusswelt erfolgreich ist, arbeitet mit Freude, Begeisterung und investiert viel Herzblut in sein Produkt. Also sollte sich jeder Aficionado und Genussraucher eigentlich bedanken, dass man uns derart hochwertige Produkte überlässt, einzig mit der Absicht Genuss und Freude zu verbreiten. All die vielseitigen Sinneseindrücke vom Big Smoke 2016 würden vermutlich einen kleinen Schmöker abgeben, möchte man im Detail über alles und jeden berichten und schwärmen. Weshalb man mir verzeihen möge, dass ich schlichtweg nicht alle Aussteller erwähnt habe, obwohl auch diese schöne und sehr ansprechende Produkte darreichten. Zum Abschluss des schönen Tages und um diesen gebührend zu würdigen, gehe ich nochmals bei den äusserst sympathischen Mitarbeitern von Villiger vorbei. Eine Villiger San‘Doro Colorado, genau das richtige zum Abschied als „Bettmümpfeli“. Der Weg zurück nach Basel scheint mir plötzlich einiges kürzer als die Hinfahrt. Mit all den schönen Eindrücken und Erlebnissen des Big Smoke in Gedanken versunken, verpasse ich fast meinen Zielbahnhof. Zufrieden und erholt von meinem Kurzurlaub in Zürich, lege ich mich hin und lasse den Tag im Traum nochmals Revue passieren.

Nach dem Big Smoke ist vor dem City Smoke

Chrigel Widmer – VILLIGER ESCRITOR DEL SABOR 2016




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